Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Historische Buchstützen

Montag, 31.03.2025, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Buchstützen – Von praktischen Helfern zu begehrten Sammlerstücken

Buchstützen – einst unverzichtbar, heute oft übersehen. Doch wer sich mit diesen kleinen Skulpturen näher beschäftigt, taucht in eine Welt voller Designgeschichte, Stilrichtungen und sogar Wertanlagen ein. Gerade passend zur Leipziger Buchmesse lohnt es sich, einen Blick auf diese besonderen Objekte zu werfen. Denn Buchstützen gibt es, seit es Bücher gibt – doch so richtig geboomt haben sie um 1900, als Bücher erschwinglicher wurden und in immer mehr Haushalten Einzug hielten. Dabei spiegeln sie nicht nur verschiedene Epochen wider, sondern wurden von den renommiertesten Designern des 20. Jahrhunderts gestaltet.

“Ich freue mich, dass du heute hier bist, Christof, unser Experte für Altes und Gebrauchtes. Was hast du uns mitgebracht?” so lautete Norberts Intro in mein Sendungsegment.

“Buchstützen! Früher unverzichtbar, damit die Bücher nicht reihenweise umkippen. Heute vielleicht nicht mehr so essenziell – aber im Moment erleben sie ein echtes Comeback.”

Die Geschichte der Buchstützen

Gerade passend zur Leipziger Buchmesse lohnt es sich, einen Blick auf diese besonderen Objekte zu werfen. “Denn Buchstützen gibt es, seit es Bücher gibt – aber so richtig geboomt haben sie um 1900, als Bücher erschwinglicher wurden”, erklärt Christof Stein. “Mit dem Aufkommen der ersten günstigen Paperbacks brauchte man sie in immer mehr Haushalten. Und sie spiegeln dabei wunderbar die verschiedenen Stilepochen des 20. Jahrhunderts wider.”

Große Namen, großes Design

Viele renommierte Designer haben sich mit Buchstützen beschäftigt: Wiener Werkstätte, Hagenauer, Gmundner Keramik – “Und hier siehst du eine ganz besondere: eine Buchstütze aus dem Jahr 1928, die stark an die erste Mickey Mouse erinnert. Nur ein Jahr nach Walt Disneys berühmter Erfindung hat Hagenauer diese Buchstütze produziert.” Der Wert? Heute etwa 2.500 Euro.

Auch französische Buchstützen aus schwarzem Marmor sind begehrt. Dazu meinte ich: “Dieser Marmor wird heute gar nicht mehr abgebaut, was diese Stücke besonders macht. Alle kennen Carrara Marmor, den schneeweißen Marmor mit dieser feinen Aderung. Und das war eine kleine Mine, die es dort gab und die seit 50 Jahren sozusagen nicht mehr bewirtschaftet werden kann. Und das sind die richtig schönen. Das ist ein stilisierter Eisbär. Die hier? 600 bis 700 Euro wert.” Walter Bosse wiederum setzte mit humorvollen Tierfiguren besondere Akzente: “Max und Moritz, ein Bauernpaar – und da gibt es einen prominenten Sammler: den Schriftsteller Robert Menasse. Der deutsche Buchpreisträger ist seit über 30 Jahren begeisterter Sammler.” Und ich bin einer seiner „Dealer“.

Von der Bibliothek in den Wohnraum

“Aber wer braucht heute noch Buchstützen, wo viele nur noch E-Books lesen?”, fragte mich Norbert.

Da konnte ich nur kontern mit: “Buchstützen haben sich neue Funktionen erobert! Bei mir stehen sie auch in der Küche und halten die Kochbücher fest. Meine Frau nutzt sie als Schmuckablage auf dem Nachttisch. Und im Badezimmer sind sie super für dekorativ gerollte Handtücher.”

“Spannend finde ich vor allem, wir haben da ganz viele so asiatische Motive, gell?”, war Norbert entzückt ein. Das war in den 1950er Jahren, da hat das einen totalen Boom ausgelöst, wieder einmal, dass asiatische Themen bei uns so en vogue wurden. Man hat sich auch so eingerichtet.Da habe ich ihm ein Beispiel aus Gmundner Keramik gezeigt. Der Schüler, der jetzt gerade lesen lernt. Oder vorne am Tisch stand noch ein großartiges Beispiel von der Firma Coneye. Da sind wir auch schon knapp wieder bei 800, 900 Euro, welche die wert sein können. Also ein sehr großes Special.

Norbert wollte dann natürlich noch wissen, ob Buchstützen auch heute noch eine gute Investition sind.

Dazu meinte ich, dann dass gerade weil viele alte Bibliotheken aufgelöst werden, deshalb kommen spannende Stücke auf den Markt. Aber auch Designerstücke wie von  Philippe Starck. Vor allem, sind die Sachen, die wirklich sehr speziell sind, immer die Prototypen. Die kann man dann einfach bei den ganz großen Auktionshäusern noch finden. Sozusagen der Grundentwurf. Und wenn du so etwas in einer Sammlung drinnen hast, hast Du gewonnen. Und dann gibt es noch Sammlerlieblinge wie Star Wars- oder Star Trek-Buchstützen – die Fans zahlen dafür Höchstpreise.

Alla fine…

Ob als Designobjekt, Sammlerstück oder Wertanlage – Buchstützen haben weit mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermutet. “Wer so etwas zu Hause hat, sollte genau hinsehen – es könnte ein kleines Vermögen wert sein!”, meinte ich am Ende meines Beitrags, augenzwinkernd. Also: Augen auf beim nächsten Flohmarktbesuch! Am besten kommt ihr Samstags bei mir Salon Stein, meinem Stand am Wiener Naschmarkt Flohmarkt vorbei und gustiert – und wir können und Möbel und Objekte mit Geschichte philosophieren.

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Osterdeko anno dazumal

Montag, 14.04.2025, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Brauchtum und Vintage Sammlerstücke

“Da bekommt sogar unser Experte für Altes und Gebrauchtes glänzende Augen”, sagt Norbert, als ich einige historische Stücke rund ums Osterfest präsentiere. Dieses Mal widmete ich mich alten Osterdekorationen – von Postkarten und Sammelbildern bis hin zu kunstvollen Ostereiern und Schokoladenformen.

“Den Osterhasen gibt es seit etwa 300 Jahren”, erkläre ich, “er stammt ursprünglich aus dem Elsass, dem Oberrhein und der Pfalz – „also eigentlich ein Deutscher.”, konterte Norbert. Dort begann auch die Tradition, Ostereier zu verzieren. Eier wurden bestrickt, mit Seide bezogen oder kunstvoll bemalt. Oft waren diese Dekorationen Geschenke unter Erwachsenen, beispielsweise für die Liebste, nicht speziell für Kinder.

Ein besonderes Highlight in der Sendung waren die historische Osterpostkarten. Die älteste, eine kolorierte Fotokarte, stammt etwa aus dem Jahr 1900. Die Motive zeigen deutlich, wie sich Mode und Grafik über die Jahrzehnte verändert haben, anhand von Typografie und Stil kann man die Zeit festmachen. Ich hatte hauptsächlich  Beispiele aus den 1920ern bis 1950ern mit. Und natürlich könnte man wenn man sich die beschrieben Seite ansieht ein bisschen schummeln: Wenn die Karte geschickt wurde, gilt sie ja automatisch als gelaufen, das heißt, sie wurde verschickt und trägt dann einen Poststempel samt Briefmarke – und daran erkennt man das genaue Jahr.

Eine Karte aus 1943 fiel besonders auf. Ein Soldat schrieb damals aus Paris an seine ‘vier Herzen’ zuhause – ein bewegendes Zeitdokument, das mich sehr berührt hat.

Ein weiteres spannendes Detail sind Sammelbild-Hasen, die ursprünglich Produkten wie Kaffee oder Kakao beigelegt waren. Das war damals schon sehr smartes Marketing. Alle großen und kleine Fußball Fans kennen das Prinzip ja von Panini-Bildern.

Natürlich darf bei Osterdekorationen das Ei als Symbol der Fruchtbarkeit nicht fehlen. In meiner mitgebrachten Auswahl an Vintage Stücken fanden sich feine Seideneier verziert mit kunstvoller Mischtechnik aus dem frühen 20. Jahrhundert . “Diese hochwertigen Stücke waren damals eher dem Adel oder dem gehobenen Bürgertum vorbehalten”, erkläre ich genauer. “Für einfache Leute gab es Varianten aus Pappmaché – oft regional gefertigt, beispielsweise aus Pappmaché.”

Fabergé-Eier sind äußerst kunstvoll gefertigte Stücke, die oft mehrere tausend Euro wert sein können. Dieses Exemplar hier stammt aus der Zeit um 1900. Beim genaueren Hinsehen erkennt man unten einen messinggefassten Ständer, und darüber befindet sich ein Aufsatz aus Opalinglas, der mit einem erhabenen Blumendekor verziert ist. Selbstverständlich lässt sich das Ei auch öffnen und man kann darin leckere Schokolade verstecken.

Ein besonders rares Stück war eine doppelte Hasen-Gussform für Schokolade oder Biskuit, heute ein begehrtes Sammlerobjekt. Man füllte Teig oder flüssige Schokolade hinein, stellte sie in den Kühlraum, und wenn man die Form anschließend öffnete, erhielt man eine fertige Figur. Das sah man auch sehr gut an dem Osterlamm, das in diesem Fall aus Keramik gefertigt war. Früher wurde so eine Form mit Teig oder Schokolade befüllt, gekühlt und danach entweder mit Lebensmittelfarbe dekoriert oder hübsch in Cellophan verpackt.

„Christof, ich frage mich, was so ein Stück heute wert wäre?“, so Norbert. Dieses spezielle Exemplar, das ich in der Sendung präsentierte, ist äußerst selten und gehört einer leidenschaftlichen Sammlerin, der wohl das Herz brechen würde, wenn es verschwände. Vom Wert her liegen wir hier tatsächlich schnell bei rund 1000 Euro.

Ob diese Formen heute noch verwendet werden? Theoretisch ja – praktisch sind sie aber inzwischen vor allem begehrte Sammlerstücke. Mittlerweile gibt es weltweit eine beachtliche Sammlergemeinschaft, nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika, Russland und sogar Asien. Dort werden sie aufgrund der hohen Nachfrage inzwischen sogar reproduziert. Dadurch entstehen natürlich immer wieder Gelegenheiten, sich das eine oder andere besondere Stück in die eigene Sammlung zu holen.

Mit dem Satz „Christoph, Ostern ist gerettet mit dir, wie immer. Es hat sehr viel Spaß gemacht!“ verabschiedete mich Norbert. Osterbrauchtum, Objekte mit Geschichte und Sammelleidenschaft verbanden sich in diesem Sendungsbeitrag zu einer charmanten Zeitreise – passend zur Osterzeit.

P.S.: Der vorangegangene Sendungsbeitrag zeigte Wolfgang Kremsner, Radiorestaurator in action. Wolfgang Kremsner verkauft restaurierte Radios, Plattenspieler, Küchenuhren und Kassettenrekorder. Seit 2023 auch in seinem Laden in der Otto-Bauer-Gasse Aus Liebe zu alten Uhren, Radios und Kassettenrekordern, die er nun repariert und akribisch wieder zusammenbaut, macht er Objekte mit Geschichte zu Objekten mit Kultstatus. Mehr dazu findet ihr auch in seinem Beitrag in meinem Buch Möbel | Objekte | Geschichte (erschienen im Löcker Verlag).

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Silber einschmelzen?

Freitag, 17.10.2025, ab 17:30 Uhr, Studio2 // ORF
Thema diesmal: Silber und sein Wert

Schnelle Wirkung, großer Schaden – wenn Silber und somit Geschichte im Schmelzofen verschwindet

„Geht’s noch?“ – so heißt das Buch von Simon Schwarz . „Ein Titel, der Christof Stein, unserem Experten für Alters- und Gebrauchswert, wohl täglich durch den Kopf geht, wenn er hört, dass Menschen historische Silberstücke einfach einschmelzen lassen, um den reinen Materialwert zu kassieren.“ Mit diesen Worten leitete Norbert meinen Sendungsbeitrag ein. Denn was für manche nur „Altmetall“ ist, ist in Wahrheit Kulturgut – mit Geschichte, Handwerk und Seele. Das tut mir in der Seele weh, wenn Kultur so kaputt geht.

Aktuell passiert es wieder. Der Silberpreis rauscht nach oben, die Nachrichten melden Höchststände – und plötzlich wird in Kellern gekramt, gesucht, gefunden. Was tun viele? Ab zum Schmelzer. Kilo-Preis kassieren. Fertig. Aber: Was da zerstört wird, ist oft mehr als Material. Es sind Objekte, die man heute nicht einmal mehr herstellen kann – und wenn doch, dann zu einem Vielfachen des Preises. Ich möchte da eine Lanze brechen – Dinge, die formal etwas können  – eine Experte im Auktionshaus beispielsweise kann Einblick verschaffen.

Ich zeigte zwei schlichte Kerzenleuchter aus der Zeit Josef II., um 1813. 643 Gramm Silber. Materialwert: rund 750 Euro. Marktwert im Fachhandel: 3.000 Euro. Warum? Weil sie Geschichte tragen, weil die Punzierung verrät: gefertigt von einem Brünner Juwelier oder Silberschmied. Wahnsinnig toll! Handwerk, das man bis heute genießen kann – wenn man weiß, worauf man schauen muss. Wie schon gesagt, lieber einen Experten fragen, bevor man Kultur vernichtet!

Nächstes Stück war ein monumentaler Kerzenständer, ein Pärchen gibt es davon, Hohlsilber, um 1880. 900 Gramm. Absolut fantastische Arbeit. Einschmelzwert: knapp 1.000 Euro. Tatsächlicher Wert: 8.000 Euro. Eine Arbeit, die Wochen dauerte – von Hand gemacht, gehämmert, verputzt. Nicht eine Maschine, nicht Massenware. Ein Vermächtnis. Und doch landen solche Stücke – unwissend, gedankenlos – im Ofen. Geschichte, die niemand zurückholen kann.

Es ist nicht das erste Mal, dass Silber in Krisenzeiten verschwindet. Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg – ganze Judaica-Bestände wurden vernichtet. In den 1980ern wieder: Silberpreis explodiert, tausende Familien geben ohne nachzudenken ab. Heute wiederholt sich das Spiel.

Ein Funkeln, das bleibt, war ein Fisch aus den 1960ern, italienischer Designer. 800 Gramm, kunstvoll gehämmert. Materialwert: 1.000 Euro. Marktwert: 3.000 Euro. Wunderschön dekorative gehämmerte Arbeit. Und doch – auch solche Stücke wanken am Rand des Schmelztiegels.

Aber –  dann legte ich ein Stück auf den Tisch, das bleibt: eine Alt-Wien-Schale aus der Sammlung meiner Großmutter väterlicherseits. 1781 bis 1866 punziert. Dort lagen einst Visitenkarten – Name, sonst nichts. Kein Telefon, kein Mail. Wer zu Besuch war, hinterließ eine Spur auf einer Silberschale.

Fazit?
Wer Silber besitzt, besitzt Verantwortung.
Nicht alles ist Schatz – aber manches ist Erbe.
Fragen kostet nichts. Einschmelzen kostet für immer.

Denn manchmal ist es nur ein schlichter Kerzenständer – und doch blickt er auf 200 Jahre zurück. Er hat Wohnungen gesehen, Generationen überdauert, vielleicht Hochzeiten, Trauerfeiern, Feste begleitet. Solche Dinge erzählen Geschichten, wenn man sie lässt. Und genau diese Geschichten kann kein Schmelzofen bewahren.

 

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Schiff Ahoi!

 

Montag, 15.09.2025, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Maritime Vintage Erinnerungsstücke

 

Nachdem Verena meinen maritimen Beitrag mit der Frage eingeleitet hatte, ob es das Publikum manchmal auch so fühlt wie sie – dass sie Sehnsucht nach dem Meer verspüren –, meinte Verena: „Christof, du hast heute wirklich ein Stück Meer ins Studio gebracht.“

Und tatsächlich: wo nun jetzt die Hauptreisezeit vorbei ist, vor allem für Familien mit schulpflichtigen Kindern, oder wer  gerade keine Zeit hat, ans Meer zu fahren, konnte diesmal  im Studio 2 ein wenig Meeresluft schnuppern.

Ich habe einige besondere maritime Objekte mitgebracht, die alle ihre eigene Geschichte erzählen. Besonders beeindruckend ist eine alte Schiffsschraube, die ich einst auf einer kroatischen Insel gefunden habe, wo ich ein kleines Häuschen bewohne. Die Schraube stammt vermutlich von einem gesunkenen Schiff – stark abgenutzt und voller Vergangenheit.

Sehr spannend ist auch eine Sturmlaterne von 1905, ursprünglich eine Petroleumlampe der Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft (DDSG). Kaum zu glauben: Diese Gesellschaft war einst die größte Binnenschifffahrtsgesellschaft der Welt! Heute leuchtet die Laterne elektrisch, doch sie trägt noch immer die Kaiserkrone und den Anker als Zeichen ihrer Herkunft. Wertigkeit bei circa 400 Euro.

Ein weiteres Highlight: ein kleines Steuerrad – wohl von einem Boot unter 15 Metern Länge. Für mich hat so ein Rad etwas Abenteuerliches. Ich könnte es mir sogar wunderbar als Einrichtungsdetail vorstellen, etwa in einem Badezimmer – Badewanne und Steuerrad, und man ist sein eigener Kapitän.

Wertigkeit liegt bei 500-600 Euro in diesem Fall.

Auch ein Kompass aus den 1880er-Jahren durfte nicht fehlen. In Zeiten ohne Strom wurde er mit einem kleinen seitlichen Petroleumlämpchen beleuchtet, damit man auch in finsterer Nacht den Norden finden konnte. Alles war festgeschraubt – damit es bei starkem Seegang nicht verrutschte und niemand verletzt wurde.

Besonders kurios fand Verena ein Porträt eines Marineoffiziers der Ex-jugoslawischen Marine. Auf den ersten Blick nichts Besonderes, doch wenn man das Bild umdreht, erscheint plötzlich das Porträt von Josip Tito. Ein Vorentwurf für ein offizielles Staatsbild – und ein echter Flohmarktfund mit Geschichte.

Natürlich wecken auch Objekte wie ein Haigebiss (heikle Geschichte), über hundert Jahre alt, oder ein Fernrohr (Markenware, wunderschöne Signatur, Wert 300 Euro mit Linsenschutz) mit dem man privat Pirat spielen kann, sofort Sehnsucht nach Meer. Und mein teuerstes Stück diesmal: ein originaler Matrosenanzug der k.u.k.-Marine von 1907, 5er Größe, komplett mit Stephanskrone, Rangabzeichen und sogar dem Namen des Matrosen, (Wert 800 Euro, Drei Stern Matrose, die höchste Kategorie) der ihn einst trug. Ein außergewöhnliches Stück Geschichte.

All diese Fundstücke stillen ein wenig mein Ferweh– und vielleicht auch eures!

Vielen Dank an Die Glasfabrik und Julia Halling für die Leihgaben, die diesen Beitrag bereichert haben.

 

Die perfekten Mitbringsel für Sammler:innen, Meeresliebhaber:innen und Abenteurer:innen – generell Möbel und Objekte mit Geschichte findet ihr bei  mir in meinem Showroom in der Theobaldgasse 14, 1060 Wien, gegen Terminvereinbarung!

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Die Faszination der alten Hinweistafeln

 

Dienstag, 20.05.2025, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Ein Blick auf den Vintage-Schilder Trend

“Nicht vergessen – achtet auf saubere Hände und Fingernägel beim Honigbrot! Und nicht nur da. Christoph Stein hat wieder einmal ein paar ganz besondere Schilder mitgebracht. Und die haben es in sich.”, so lautete Norberts Intro in meinen Sendungsbeitrag (im vorhergehenden Beitrag ging es um Imker…).

Der Kommentar bezog sich natürlich auf das von mir mitgebrachte Schild “Achtet auf saubere Hände und Fingernägel!”„Das könnte aus einer Schule stammen“, meint ich. Oder vielleicht aus einer Bäckerei. Auch eine Fleischerei wäre denkbar. Hauptsache: Hygiene. Und genau das war auch die Botschaft solcher Schilder.

Was früher funktionale Hinweise waren, hängen sich heute viele als humorvolle oder nostalgische Deko an die Wand. Ob stilles Örtchen, Küche oder Wohnzimmer – alte Hinweistafeln liegen voll im Trend.

Früher war das ein eigener Beruf: Schildermaler. Mit fundierter Ausbildung, viel Know-how und Liebe zum Material. Blech, Emaille, Glas – alles wurde von Hand beschriftet. Und die Botschaften waren klar und deutlich. 

Es ist ja nicht so wie heute, wo halt dann alles über WhatsApp oder über SMS geht, sondern es war die Ankündigung oder der Hinweis, ob das jetzt das Fußballspielen.

Wer kennt sie nicht? Die grüne Tafel im Gemeindebau: „Ballspielen verboten“ – mit braunem Ball auf grünem Grund. Oder die legendären Ansagen auf den Schildern wie:

  • „Nicht einschalten. Es wird gearbeitet.“
  • Abort rein halten!Nicht auf das Sitzbrett steigen!Spülung betätigen! Hände waschen! (wenn man es zuhause aufhängt, müssen die Kinder halt schon lesen können…)
  • “Erstbesitz”
  • „Nicht auf den Boden spucken“
  • „Nüchtern“

Letzteres eignet sich übrigens wunderbar als Schild am Kühlschrank. Oder direkt im Auto. Oder überm Bett – für Fortgeschrittene.

“Was hat es mit dem Schild mit der Badezeit auf sich? 45 Minuten Badezeit?”, fragte Norbert. Das ist vermutlich nicht das Schönbrunnerbad, oder warum geht das? Ist das das Tröpfchenbad, das legendäre? Das ist das Tröpfchenbad von Piron und Knapp. Wirklich schön instrumentiert, was sich da so alles abspielt. Da gibt es ja das Röntgenbild. Amanda, wie ein Röntgenbild sozusagen eigentlich dann über dem Kanal wegrutscht. Wie viel muss man da hinlegen, wenn man sowas am Flohmarkt oder im Flohmarkt-Ibidetenladen verteilgt?

“Aber aus welcher Zeit ungefähr stammen die Schilder?”, wollte dann Norbert irgendwann doch wissen. Das  Älteste, was ich mit hatte, das ist noch so circa um 1900, mit Echtvergoldung im Hintergrund und da ging es jetzt eben darum: entweder eine richtige, gute Bestellung, eine ordentliche zu machen, was das Schnitzerl betraf,mit seinen Beilagen oder, dass man bei der Bestellung auch eine adäquate Anzahlung leistet… es kommt auf die Interpretation und Sichtweise an. Sicher 300 Euro wert.

Alte Schilder erkennt man an der Schrift und an der Ausführung. Altdeutsche Schrift, Schablonentechnik, echte Emaille – das kann man fühlen. Und nachmachen? Teuer. So teuer, dass es heute kaum noch jemand tut.

Das Schild „Nicht auf den Boden spucken“ – ein klarer Fall aus der Tuberkulosezeit. Vielleicht gibt’s ja irgendwann auch ein Corona-Schild – „Maske auf, lüften, Abstand halten“. Wer weiß.

Die Glücksstelle Stein – ein Unikat mit Geschichte

Ein ganz besonderes Stück in meiner Sammlung: „Glücksstelle Stein“. Ein Geschenk von einem Freund, gefunden am Flohmarkt. Ursprung unklar – vielleicht Stein an der Donau?

Später stellte sich heraus: Das Schild stammt von einer Lotteriezweigstelle in Wien, gegründet von Oswald Haerdtl, dem Architekten des Wien Museums. Die Zweigstelle wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört – das Schild aber hat überlebt.

Heute hängt es bei mir – und ist unverkäuflich.

Alte Hinweistafeln sind mehr als Deko- es sind Schilder mit Seele. Sie sind Erzählungen aus einer anderen Zeit. Mit Charme, mit Ernst, mit Witz – und mit sehr viel Geschichte. Diese Schilder sprechen. Man muss nur genau hinsehen oder hinhören…

Zum Schluss noch ein Schmankerl

Was aktuell wirklich boomt und für ordentlich Schmunzeln sorgt, sind Schilder wie „Ortsende von Wien“. Wir waren kürzlich bei Ulrich Prinz, dem Dorotheum-Experten bei Stein schaut rein – auch er hat so ein Stück in seiner Sammlung.

Stellt euch vor, ihr habt so ein Schild gleich bei der Wohnungstür hängen. Ein kleiner ironischer Abgang – als würde man beim Verlassen der vier Wände offiziell die Stadtgrenze überschreiten. Großartig, oder?

Und zur Unterhaltung, klickt hier!

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Küchenschätze mit Geschichte

Montag, 28.07.2025, ab 17:30 Uhr, Studio2 // ORF
Thema diesmal: Sommerfrische, Landhausküche & nostalgisches Küchendesign

Sommerfrische liegt im Trend – und zwar nicht nur im Urlaub. Wer sich den Traum vom Häuschen am Land erfüllt, will auch bei der Einrichtung stilvoll zurück in die Vergangenheit. Im Studio2 drehte sich diesmal alles um Küchenobjekte, die das Herz von Vintage-Liebhaber:innen höherschlagen lassen.

„Ich habe euch heute ein bisschen Oma-Feeling mitgebracht“, so begann ich meinen Beitrag, stilecht gekleidet in meiner Vintage Schürze. Denn wenn man an die Küche früherer Zeiten denkt, denkt man an den Duft von frischem Brot, den Klang von Emaille-Deckeln – und natürlich an charmante Gebrauchsgegenstände, die heute Designgeschichte schreiben.

Mein ältestes mitgebrachtes Stück: Eine geschnitzte Salatschüssel aus Nussholz, aus einem Stück geschnitzt, circa 1850. Wer hier ans Einheizen denkt, verkennt den Wert – Sammler.innen zahlen dafür heute 200 bis 400 Euro, in Südfrankreich sogar eines der ganz gesuchten Stücke. Und mit etwas Olivenöl wird das Holz richtig lebendig.

Grafik trifft Keramik: Gewürzbehälter im Bauhaus-Stil
Weiter ging es mit einem kompletten Set an Gewürzdosen aus den 1920er Jahren – Keramik mit Metalldeckel, beschriftet in originaler Bauhaus-Typografie. Besonders nett: „Zimmt“ mit Doppel-N, wie es früher geschrieben wurde. Wer das Set vollständig hat, kann sich über 600 bis 800 Euro freuen – bei entsprechendem Zustand auch mehr. Das ist übrigens das letzte Stück und ich musste meiner Frau versprechen, es wieder mit nachhause zu bringen. 

Was für eine Inspiration fürs Kochen, diese Objekte mit Geschichte in der Küche stehen zu haben, perfekt dafür die Gäste mit dem Einsatz der Gewürze zu verzaubern.

Die Brotbehälter aus den 1920er bis 40er Jahren sind wahre Eyecatcher – mit typischem Spritzdekor, das besonders in der damaligen Tschechoslowakei gefertigt wurde. Lüftungslöcher inklusive. Auch hier sind 600 bis sogar 1000 Euro realistisch – und stilvoll aufbewahrte Semmeln oder Kornspitz schmecken gleich doppelt so gut. Mein Ältester wollte auch so eine Spritzdekor Brotdose beim Ausziehen für seine neue Wohnung haben. Die Generation der heute 20jährigen liebt Möbel und Objekte mit Geschichte.Zuckerlgeschäfte von früher hatten sie dutzendweise: stapelbare Gläser mit Deckel – gefüllt mit Stollwerk oder Gummibärchen, verkauft grammweise. Heute echte Deko-Highlights – und in Holland heiß begehrt. Ein ganzer Ständer? Für mich ein Schatz. Selber würde ich sogar 500 bis 600 Euro dafür bezahlen. 

Zum Schluss durfte ein echter Ferrari nicht fehlen – eine leuchtend rote Küchenwaage, schon über 100 Jahre alt, leicht ausgeblichen, leicht das Emaille abgesprungen, aber voll funktionstüchtig. Dazu eine Kupfer-Gugelhupfform – nicht nur dekorativ, sondern tatsächlich noch nutzbar. Das absolut nostalgische Backvergnügen, beispielsweise ein stilechter Gugelhupf,außen knusprig, ist garantiert.

Alla fine….Wer seine Küche mit diesen Objekten füllt, kocht nicht nur mit mehr Flair, sondern auch mit Geschichte. Es muss nicht immer Hightech sein – manchmal reicht eine Prise Nostalgie und eine ordentliche Portion Stil.

Norbert hat mich augenzwinkernd mit den Worten: “Danke dir sehr und freue mich schon auf den nächsten Besuch, Du kleiner Schürzenjäger!” verabschiedet. Ob ich den Ruf als Schürzenjäger verdiene?Nun ja – wenn es um handbestickte Küchenschürzen mit Monogramm aus den 30er Jahren geht, werde ich schon ein bisschen schwach. 

Das war’s für heute aus Studio2 – aber wie sagte schon Paulchen Panther?

„Heute ist nicht alle Tage, ich komm’ wieder, keine Frage!“

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Historische Märchen

Montag, 16.12.2024, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Märchenbücher als Sammelobjekte: Geschichte, Wert und Zeitgemäßheit

Nachdem ich meinen Beitrag mit einer kurzen Märchenstunde eingeleitet hatte, meinte Martin zu mir “Danke, Christof -der Begriff „Märchenonkel“ passt wunderbar zu Dir!”. Das Buch, aus dem ich vorgelesen hatte, stammt aus den Anfängen des Radiozeitalters – aus einer Zeit, in der man begann, Kinder für das Radio zu begeistern. Damals gab es noch keine Hörbücher, das war nämlich in der Zwischenkriegszeit. Manche Exemplare, über die wir in der Sendung gesprochen  haben, waren jedoch wesentlich älter.

Das Thema war somit das historische Märchenbuch als Sammelobjekt. Früher wurden Märchen von Mund zu Ohr weitergegeben. Man erzählte sie, und später trugen Minnesänger diese Geschichten singend vor. 1693 wurden Märchen schließlich erstmals schriftlich festgehalten. Märchen haben seither einen besonderen Zauber – sogar Nobelpreisträger wie Selma Lagerlöf haben sie populär gemacht, als sie um 1904 „Nils Holgersson“ veröffentlichte.

“Die von dir mitgebrachten Märchenbücher sind beeindruckend, besonders durch ihre Illustrationen. Was macht den Wert solcher Bücher aus?”, fragte mich dann Martin. 

Oft sind es die Künstler, die diese Werke geschaffen haben. Ein Beispiel ist eines der kleinsten Bücher, das ich dabei hatte: die berühmten „Nibelungen“. Wunderschön illustriert von Carl Otto Czeschka, einem Künstler der Wiener Werkstätte, im Jahr 1907. Der Wert dieses kleinen Buches liegt bei etwa 1200 Euro.

Das teuerste Exemplar (Wertigkeit liegt ungefähr bei 2500 Euro), das ich heute mitgebracht habe, ist „Die Bücher der Chronika der drei Schwestern“ (herausgegeben durch die Gebrüder Grimm). Dieses Buch ist besonders aufgrund der herausragenden Drucktechnik, mit der es hergestellt wurde. Es wurde sogar auf der Weltausstellung in Paris präsentiert.

Aber nun die Frage, wer sammelt heutzutage solche Märchenbücher? Nicht nur Menschen, die mit ihnen aufgewachsen sind, sondern auch Schriftsteller und Illustratoren. Ein besonders interessantes Exemplar ist ein Buch, dessen Text von Franz Wedekind stammt und das von seinem Bruder (der eigentlich ein Arzt war)  illustriert wurde. Dieses Werk hat nicht nur künstlerischen, sondern auch politischen Wert.

Ein spannendes Thema bei Märchenbüchern ist, dass viele Werke heute als problematisch angesehen werden. Manche Geschichten und Darstellungen sind nicht mehr zeitgemäß, pädagogisch fragwürdig oder politisch inkorrekt. Was passiert in solchen Fällen mit dem Wert dieser Bücher? Für Sammler:innen zählt aber oft das Original, unabhängig von der gesellschaftlichen Sichtweise.

Ein Beispiel ist „Hatschi Bratschis Luftballon“, ein Buch aus dem Jahr 1904, das später – etwa 1960 – überarbeitet wurde, um problematische Stereotypen zu entfernen. Oder „Die zehn kleinen Negerlein“ – ein Buch, das heute nicht mehr vorgelesen wird, weil seine Inhalte nicht mehr akzeptabel sind. Auch Grimms Märchen sind oft von brutalen Handlungen geprägt. Die Pädagogik war damals eine andere, man arbeitete mit Drohungen und Strafen.

Wie könnten zeitgemäße Märchen heute aussehen? Ich habe dazu ein besonderes Buch mitgebracht: „Jooloomooloo“. Dieses Märchenprojekt entstand 2008 und wurde klimaneutral produziert – auf Papier aus Elefanten-Dung. Die Elefanten, die darin eine Rolle spielen, stammen aus Sri Lanka, wo sie als Arbeitstiere eingesetzt werden. Der Autor, Doron Rabinovici, hat mit dieser Geschichte etwas Außergewöhnliches geschaffen. Leider ging das Projekt in Konkurs, doch die Bücher, die heute wie kleine Aktien gehandelt werden, haben für Sammler:innen einen besonderen Reiz.

Die perfekten Mitbringsel für Kinder und junggebliebene Erwachsene – gerne bei mir in meinem Showroom in der Theobaldgasse 14, 1060 – gegen Terminvereinbarung – erhältlich!

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Kopie vs. Fälschung

Montag, 4.10.2024, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Spektakuläre Kunstfälschungen

 

Martin hat meinen Sendungsbeitrag mit den Worten “Unsere Experte für Altes und Gebrauchtes ist natürlich auch ausgewiesener Kunst-Experte”eingeleitet. Auch wenn das nicht ganz stimmt, habe ich spannende Geschichten aus der Welt der Kunstfälscherei mitgebracht.

Martin daraufhin weiter:”Ich glaube das einzige wirklich echte, das sind die Blumen auf dem Tisch. Wobei ich kann das nicht beurteilen!”, dann kam die Frage an mich: “Christof, Fälschungen und Kopien, was ist da der wesentliche Unterschied?”

Also der Unterschied, wie man es einem einfach am besten erklärt, ist wie folgt: eine Kopie ehrt immer den Künstler. Und die Fälschung, die natürlich sehr oft pekuniäre Hintergründe hat, ist natürlich immer ein Betrug und eine Bereicherung und verboten. Also eine Kopie ist etwas Legales, eine Fälschung etwas Illegales und was Strafbares, um es genauer zu definieren.

Schon seit Menschengedenken gibt es diese, nennen wir sie mal liebevoll “künstlerische Tätigkeit”, ergo dass kopiert und gefälscht wurde.

Schon in der Frühzeit, also in der Antike, hat man einfach Münzen, Papyrus und alles Mögliche gefälscht. Überall dort, wo man sich einen gewissen Vorteil erwartet hat, ist diese “Kunst”entstanden. Interessanterweise hat man in Rom zum Beispiel griechische Kunst kopiert, beziehungsweise eben dann auch gefälscht. Aber immer schon auch mit dem Hintergedanken es offiziell zu machen, womit es eigentlich keine Fälschung war, sondern der Käufer hat gewusst, dass er hier eigentlich eine Kopie eines griechischen Stückes kauft.

Ich bin ja auch sehr viel unterwegs auf diversen Kunst- und Flohmärkten – da habe ich mir natürlich über die Jahrzehnte eine gewisse Expertise angeeignet – was nun eine Fälschung ist, was eine Kopie ist, ob ein Stück ein Original ist – aber in Wirklichkeit weiß ich es nicht immer genau.

In der Sendung habe ich dann die Geschichte eines meiner größten Waterloos erzählt, Geschichten, die das Leben schreibt sozusagen. Gezeigt habe ich dann ein Doppel-Selbstbildnis. Gefunden habe ich das auf dem Bermendsey Market in London in einem völlig vergilbten Rahmen mit Glas davor. Und ich habe mir erst gedacht, ist das jetzt neu oder nicht, da es richtig erschwinglich war. Und dann habe ich es dann doch gekauft und hab mir gedacht, ja, eigentlich müsste das doch ein Egon Schiele sein. Signatur “ES” steht für Egon Schiele und Punkt 10 für die Jahreszahl eben. Und tja, was ist dann passiert? Ich bin zurück ins Hotel gegangen und stelle fest, nachdem ich es aufgemacht habe, dass es gemalt ist. Wichtig war aber in dem Moment natürlich die Provenienzkette zu schließen. Provenienz kurz zu Erklärung heißt, die Angabe wo das Kunstwerk verkauft worden ist, bei welcher Ausstellung es gezeigt wurde, wer die Vorbesitzer waren. Und wenn diese ganze Kette sich schließen lässt bis zum Schluss, dann ist das schon einmal ein Beweis dafür, dass es ein Original ist. Diese habe ich aber leider nicht mehr erfragen können und somit habe ich die Werke (es waren insgesamt vier Schiele und ein Hodler, der Schweizer Künstler) dann nach Wien mitgenommen, das war noch zu Schilling-Zeiten, und habe dann den wunderbaren ZIB-Moderator Robert Hochner gebeten, dass wir den vermeintlichen Millionenfund aus London in der Zeit im Bild (ZIB) präsentieren. Wir sind damals von zehn Millionen Schilling ausgegangen. Rudolf Leopold hat dann jedoch festgestellt, dass bei all den Werken dasselbe Papier verwendet worden war, somit konnten diese Werke nur eine Fälschung sein.

Ich habe aus der Situation viel mitgenommen, zeige diese vermeintlichen Kunstwerke immer wieder, um so eine Art Aufklärung zu betreiben. Und damit kein Schindluder betrieben werden kann, habe ich meine Firmensignatur darunter gesetzt.

Anders verhält es sich bei den weiteren Bildern, die ich in der Sendung mit hatte, wobei es sich um sehr  bekannte Motive handelt, aber auch diese sind keine Originale. Ich hatte beispielsweise Lady Hamilton mit, ein ganz berühmtes Motiv, das natürlich im Museum hängt. Das zweite Bild ist natürlich ein Spitzweg, das jetzt in München im Museum hinge, wäre es das Original. Das hilft dann schon auch immer, wenn man weiß, wo diese Kunstwerke eigentlich zu sehen sind – dann weiß man gleich, das kann eigentlich nur eine Fälschung oder eine Kopie sein.

Bei der Kopie ist es eben so, dass keine Signatur dabei ist, oder sehr oft dann einfach der Künstler seinen eigenen Namen draufschreibt – und dann bleibt es einfach eine wunderschöne Dekoration.

Mein talentierter Urgroßvater, der mit Hans Makart gemalt hat, hat eine unglaubliche Kopie erstellt (ich habe das riesige Bild zu Hause hängen), wo das Original im Belvedere hängt, nämlich Der Kampf der Walküren.

Ich habe ein paar seiner Werke und ich liebe sie einfach, weil sie eine herrliche Wohnungsgestaltung im Gegenspiel mit der modernen Kunst macht. Mein ehrenwerter Ahne hat auch nie versucht, seine großartigen Kopien als Fälschungen zu verkaufen.

Als kleinen Exkurs zum Abschluss noch folgendes:

Im 20. Jahrhundert kam es zu zahlreichen berühmten Fällen von Kunstfälschungen, die nicht nur die Kunstwelt erschütterten, sondern auch gravierende Auswirkungen auf den Kunstmarkt hatten.

Elmyr de Hory war berüchtigt dafür, Werke großer Künstler wie Picasso, Matisse und Modigliani zu kopieren und diese als Originale zu verkaufen. Seine Geschichte wurde im Dokumentarfilm „F for Fake“ von Orson Welles verewigt und erlangte dadurch weltweite Bekanntheit. Wolfgang Beltracchi hingegen, zusammen mit seiner Frau Helene Beltracchi, gehörte zu den geschicktesten Kunstfälschern seiner Zeit. Das Paar fälschte Gemälde verschiedener Künstler und gab ihnen fiktive Provenienzen, um den Eindruck zu erwecken, sie stammten aus den berühmten Sammlungen. Ein weiterer aufsehenerregender Fall war der „Morrisseau-Fall“. Hierbei handelte es sich um massenhafte Fälschungen von Werken des kanadischen indigenen Künstlers Norval Morrisseau. Eine kriminelle Bande produzierte und verkaufte gefälschte Gemälde unter seinem Namen.

Ein weiteres großes Kapitel in der Geschichte der Kunstfälschungen ist die Affäre um die gefälschten Hitler-Tagebücher. Anfang der 1980er-Jahre behauptete der deutsche Kunstfälscher Konrad Kujau, eine Sammlung persönlicher Tagebücher von Adolf Hitler entdeckt zu haben. Das Magazin *Stern* kaufte die „Tagebücher“ für einen hohen Betrag und begann, Auszüge daraus zu veröffentlichen.  Dieser Vorfall führte zu einem massiven Verlust der Glaubwürdigkeit des Magazins und bleibt eine der größten Fälschungsaffären in der Geschichte des Journalismus.

 

Großartiges Thema – wir werden das zu einem anderen Zeitpunkt nochmal weiter vertiefen. Bleibt gespannt!

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Naturmaterialien

Montag, 14.10.2024, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Möbel und Einrichtungen aus Rattan, Weiden, Bambus und Bast

 

Das Motto zur Sendung:

Der Ästhet – Christian Morgenstern

Wenn ich sitze, will ich nicht

Sitzen, wie mein Sitz-Fleisch möchte,

sondern wie mein Sitz-Geist sich,

säße er, den Stuhl sich flöchte.

Der jedoch bedarf nicht viel,

schätzt am Stuhl allein den Stil,

überläßt den Zweck des Möbels

ohne Grimm der Gier des Pöbels.

 

 

“Das ist ganz nach meinem Geschmack! Heute geht es um Korbmöbel. Du machst mir aber jetzt ein bisschen Angst mit dem Teppichklopfer, den hat meine Oma auch gehabt!”, meinte Norbert als Intro in meinen Sendungsbeitrag.

“Aber meine Großmutter hatte den auch!” kam von mir als Antwort.

“Hatten wir dieselbe Oma,wir zwei?”, dazu Norbert – und schallendes Gelächter.

Aber nun ganz ernst – Korbmöbel sind wieder “en vogue” und haben eine lange und spannende Geschichte zu erzählen.

Die ersten Handwerker waren Korbflechter. Angefangen hat es mit Behältnissen, alles Mögliche wurde transportiert, wie beispielsweise Getreidekörner.Archäologen entdeckten im Nahen Osten Reste eines Korbes, der mit der Wulsttechnik gefertigt wurde und etwa 10.000

Jahre alt ist. Bereits vor rund 9.000 Jahren waren geflochtene Körbe in der Siedlung Çatalhöyük, die mehrere tausend Bewohner hatte, weit verbreitet. Schon im antiken Ägypten kannte man die Technik des „Korbflechtens“, also Flechten von Truhen, Tischen, Sitzgelegenheiten usw. In den Pyramiden gab es sogar Basthocker.

Im Jahr 1857 wurden in einer Höhle in Südspanien Grabbeigaben in Form von Körben gefunden, die etwa 5.000 Jahre alt sind. In neolithischen Pfahlbausiedlungen am Neuenburgersee bei Auvernier entdeckte man ebenfalls Weidenkörbe. Auch die Kelten in Mitteleuropa waren mit dieser uralten Handwerkskunst vertraut.

Ab 1850 entstanden durch Cyrus Wakefield erste kunstvoll gestaltete Möbel, die in England, Amerika aber auch bei uns immer populärer wurden.

Künstlermöbel zu den diversen Stilepochen begannen zu boomen und erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.

Alles, das sich über Wasserdampf biegen lässt, also Rattan, Weidenzweige, Stroh, Bambus, Gräser  – wird für die Korbmöbel und Einrichtungen verwendet – alles natürlich Naturprodukte.

Norbert ist am Anfang meines Sendungsbeitrags in einem Sessel in der Art des LC2 oder 3 von Le Corbusier gesessen, ein Entwurf der später in den 1930er Jahren aus Stahlrohr und Leder verwirklicht wurde – in jeder Architektenbehausung kann so ein Stück als ästhetisch ansprechender Klassiker Platz haben.

Der zweite Stuhl, den ich präsentierte, hatte etwas Organisches und ist der teuerste Stuhl aus dem Sortiment, designt von Tom Dixon. Kurzer Exkurs zu diesem wichtigen und spannenden Designer, der 1959 in Tunesien geboren wurde, aber mit seiner Familie im Alter von vier Jahren nach Großbritannien zog. Als unkonventioneller Denker in der Designwelt begann er seine Karriere auf ungewöhnliche Weise: Nach dem Abbruch seines Kunststudiums organisierte er Partys und spielte als Bassist in der Band „Funkapolitan“. Mit 25 Jahren entdeckte Dixon das Schweißen und fertigte Möbel und Skulpturen aus gefundenen Materialien an. Zunächst schuf er seine Werke für Clubs, später wurden sie auch in Galerien ausgestellt. Dieses Modell erzielt bei Auktionshäusern bis zu 3500 Euro. Norbert genoss das angenehme Schwingen des Sessels.

Das nächste Möbel war zum Hängen aus Bambus. Hierzu erwähnte ich, dass ich mich für die Sendung ausschließlich auf Möbel und nicht auf Objekte und anderes fokussiert hatte – die Bandbreite der Möglichkeiten mit diesen Naturmaterialien zu arbeiten, ist um einiges weiter und beschränkt sich nicht auf Einrichtung. Bei den Flugzeug Doppeldeckern beispielsweise – da wurden die ersten Flügel aus Rattan gebaut und darüber ein Segeltuch gespannt, nicht viele Leute sind sich dessen bewusst. Oder die Ausstattung des Zeppelins musste vom Gewicht her natürlich reduziert sein- da boten sich Rattan Möbel förmlich an.

Danach blieb Norberts Blick an dem Korbflaschenbehältnis aus geschälter Weide hängen, der einen Chianti beherbergte – die Flasche war aber leider schon leer, es wurde schon gefeiert, stellten wir lachend fest.

Zuerst ist Norbert mein Panama Hut aber gleich darauf der Stetson Style Cowboy Hut ins Auge gestochen, der ihn sogleich an Crocodile Dundee erinnerte. Mit einem Krokodil mussten wir in der Sendung dann aber doch nicht kämpfen.

Zurück zur Technik und zur Wertigkeit – es geht bei den Korbmöbeln um die Verarbeitung, wenn man sich das im Detail bei dem – ich nenne ihn jetzt mal lapidar Emmanuelle Stuhl, er nennt sich aber Peacock oder auch Pfauen Rattan Sessel – ansieht, das ist einfach eine brillante Handarbeit, das muss man können. Ich lernte einmal einen solchen Handwerker kennen, der leider schon verstorben ist. Dieser beherrschte die Kunst des Flechten, selbst Techniken aus der Barockzeit. Diese Art der Kunst ist leider schon ausgestorben, da sie von Generation zu Generation mündlich weitergetragen wurde.

Apropos Emmanuelle – der erste Aufklärungsfilm aus unserer Jugend, Mitte der 1970er Jahre. Die Schauspielerin Sylvia Kristel ist auf so einem Modell gesessen, in derselben Lackierung.

Bei diesem Peacock Sessel sieht man noch Techniken, die einfach sensationell sind  – wunderbare Doppel- und Dreifachflechtungen. Wenn man sich die Sitzfläche ansieht, erinnert sie an das berühmte Wiener Geflecht wie bei den Thonet Kaffeehaussesseln. In Bezug auf die Wertigkeit – man kann dieses Modell nachgebaut kaufen,um circa 500 Euro, die Originale sind dann schon um die 3000 Euro wert.

Diese Möbelstücke werden oft auf den Philippinen gefertigt – über eine Million Menschen sind in der Korbflechterei engagiert und dies ist eine jahrhundertlange Tradition.

Wenn man die Qualität von Nachlassfunden selbst nicht einschätzen kann, einfach an einen Experten wenden.

Und zum Abschluss waren Norbert und ich d’accord: “Schön, dass die Korbmöbel nicht aus der Mode kommen und jetzt lass uns schauen, ob es noch eine zweite Chianti Flasche gibt”.

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Kunstfotografie

 

Montag, 02.9.2024, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Österreichische Kunstfotografen – Anja Hitzenberger, Erwin Wurm, Rita Nowak, Michael Horowitz, und Co.

“Heute wieder Christof Stein, Experte für Altes und Schönes bei uns. Christof, das sind tatsächlich ganz viele Fotos, die bei Dir hängen, oder?”, so leitete Norbert meinen Sendungsbeitrag ein. 

Meine Antwort darauf: “Ja, das ist tatsächlich Teil meiner Sammlung!”

Darauf Norbert spielerisch “Wie schafft man es als Fotografie in Deine Sammlung?”.

Also, Schönheit ist nicht genug, es braucht eine Geschichte dahinter, denn Kunst ist eine emotionale Sache.

Wir erinnern uns an meine Sendungsbeitrag über Vintagefotografie, wo ich auch über die Geschichte der Fotografie gesprochen habe.

Im 19. Jahrhundert entstand das erste Foto der Geschichte Joseph Nicéphore Niépce. Eine Verbesserung der Aufnahmetechnik gab es dann durch den Maler Louis J. M. Daguerre und den Physiker Richard Maddox.

Die Kunstfotografie entstand um 1850 in England und kopierte zu Beginn die Techniken der Malerei. Alfred Stieglietz gründet dann die Bewegung “Photo-Secession” , welche maßgeblich am Aufstieg der modernen Fotografie zu Beginn des 20.Jahrhunderts beteiligt war.

Kurz vor 1900 entwickelt sich die Bewegung, deren Hauptanliegen die Gleichstellung der Fotografie mit der bildenden Kunst war.

Hierzulande entsteht um den Dreh ein international tätiges Netzwerk, die eine enge Beziehung zur progressiven Kunstszene der Wiener Secession hält und mit Hilfe aufwändiger Drucktechniken bildgewaltige, an der Malerei geschulte Kompositionen schafft.

Zurück zur Sendung und meinen mitgebrachten Sammlungsstücken:

Ich hatte geschichsträchtige Fotografie mit – vor allem österreichische und zeitgenössische Künstler:innen – es gäbe natürlich auch viel zu reden über internationale Fotokunst, aber mein Fokus lag für die Sendung auf den österreichischen Positionen unserer Zeit.

Reiner Riedler ist einer dieser Ikonen – die Fotodokumentation seiner Reise durch Ukraine ein Jahr bevor die Ukraine überfallen wurde, kam dann anlässlich der Kriegssituation in eine Charity Aktion  organisiert durch Peter Coeln und dort stach mir ein bestimmtes Sujet ins Auge – für die gute Sache und dann auch noch das Thema Marktszenerie- die Fotografie musste ich haben!

Beim Wert liegen wir bei ungefähr 1500 Euro.

Franz Hubmann, auch ein großartiger Vertreter der österreichischen Szene – in der Sendung vertreten mit einem Porträt von Alberto Giacometti (Paris, 1957). Ein absolutes Weltbild, das in allen möglichen Publikationen gezeigt wurde. In dieser Edition liegen wir bei einem Wert von circa 2500 Euro. Ich habe es von dem Sammler Klewan, ehemals Haus der Bilder, der eine der größten Sammlungen von Lassnig und Giacometti Kunstwerke hat.

Eine meiner absoluten Lieblingskünstler:innen ist Anja Hitzenberger, die in NYC lange gelebt im Österreichischen Kulturforum ausgestellt hat – jenes Bild hängt bei mir an einem ganz speziellen Örtchen und ist quasi ein Sinnbild für das Körpergefühl vorher und nachher. Hitzenberger hat viele Jahre mit Kiki Kogelnik quasi zusammen gewohnt und die letzten Jahre fotografisch begleitet. Auch hier liegen wie bei einem geschätzten Wert von 2500 Euro.

Die nächsten Arbeiten waren Vintage Prints von Michael Horowitz. Auf einer Fotografie sieht man die ORF Mitmoderation von Künstlerin Kiki Kogelnik anlässlich der Mondlandung 1968 oder auch das Sujet mit

Axel Corti oder eben auch Teddy Podgorski, der ja auch Boxer war und gerade austeilt auf dem Bild. Diese Vintage Prints haben eine Wertigkeit von um die 1000 Euro und man kann sie gerne bei mir im Showroom begutachten.

In meiner Garderobe hängt die Fotoarbeit von Lies Maculan und zeigt alles was man zum Leben braucht – Hausbaumaterial, Vitamine in Form von Früchten, Kunst, Licht, Zeit, Reisepass, eine gewisse Scheiß drauf Attitüde und all das ergibt dann Liebe, mit einem Wert in dieser Ausführung und Edition von 3000 Euro

Eine weitere Lieblingskünstlerin von mir ist Rita Nowak, deren Karriere ich mitverfolgt habe. Da war sie junge 16, als ich bei ihrer ersten Präsentation dieses Werk erstanden habe. Vom Mak wurde sie später beauftragt ein ganzes Buch zu fotografisch zu untermalen – ich hatte zwei Foto mit, worauf Heimo Zobernig und Erwin Wurm abgebildet waren

“Hast du das gespürt, dass sie berühmt wird?”, fragte mich dann Norbert.

Nein, das wusste ich nicht, aber mir gefiel ihre Bildsprache schon damals.

Wichtig bei der Bewertung der Fotografien ist natürlich das

Motiv, die Edition, der Kontext (ob es ein Schnappschuss war beispielsweise).

Für mich persönlich geht es beim Kunstkauf aber immer um Emotion, nicht unbedingt um das Wachstumspotenzial am Kunstmarkt.

Ganz ein teures Stück war eine Fotografie von Erwin Wurm mit einer Wertigkeit über 10.000 Euro. Wurm ist ja für seine One Minute Sculptures oder Tiny Houses weltberühmt. Norbert schmunzelnd: “Die spuckt ihr in die Suppe – das ist aber kein spontanes Foto, oder?” – nein, hier handelt es sich um eine Inszenierung, es ist wie eine Art Theaterstück zu verstehen.

Zu guter Letzt zeigte ich Werke von Peter Möstl. Bei den Fotografien liegen 40 Jahre dazwischen – es ist eine Dokumentargeschichte aus Mürzzuschlag, ein Brauhaus, das 1984 abgerissen wurde und von ihm 2022 wieder besucht wurde –  es zeigt das Vergängliche und das Entstehenlassen, eine Art Renaturierung (das Zauberwort 2024!).

Fotografie kann so viel, da waren uns Norbert und ich am Schluss einig!