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Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: 150 Jahre Telefon: Was uns alte Apparate heute noch erzählen

Freitag, 10. April 2026, ab 17:30 Uhr, Studio 2 // ORF
Thema diesmal: 150 Jahre Telefon und meine Leidenschaft für Vintage-Telefone

„Kommuniziert hat der Mensch immer“ – dieser Satz fiel gleich zu Beginn der Sendung. Und genau darum ging es auch: um Rauchzeichen, Telegramme und schließlich um das Telefon, also um jene Erfindung, die Kommunikation grundlegend verändert hat.

Ich habe diesmal eine Auswahl an Vintage-Telefonen mit ins Studio gebracht. Geräte, die heute oft nur noch als Kuriosität oder Dekostück gesehen werden. Dabei sind sie viel mehr als das. Jedes einzelne erzählt ein Stück Technik-, Design- und Alltagsgeschichte.

Bevor das Telefon seinen Siegeszug antrat, war die Telegrafie das Maß aller Dinge. Sie war schnell, aber teuer. Bezahlt wurde pro Zeichen, weshalb viele Telegramme extrem knapp formuliert waren. Nicht umsonst bestanden Ende des 19. Jahrhunderts viele Nachrichten aus gerade einmal fünf Wörtern. Kommunikation war möglich, aber sie war kurz, nüchtern und oft auf das Allernotwendigste reduziert.

Dann kam das Telefon – und mit ihm die Möglichkeit, direkt in Echtzeit zu sprechen. Patentiert wurde es 1876 von Alexander Graham Bell, der sich nur wenige Stunden vor seinem Konkurrenten Elisha Gray den entscheidenden Vorsprung sichern konnte. Technisch war Gray zwar detaillierter, doch Bell war schneller.

Dabei baute Bell auf Entwicklungen früherer Pioniere wie Philipp Reis auf, der bereits 1861 erste Töne elektrisch übertragen konnte – allerdings noch ohne echte Gegensprechfunktion. Auch Antonio Meucci hatte früh an ähnlichen Konzepten gearbeitet, konnte sein Patent aber aus finanziellen Gründen nicht halten und wurde erst viele Jahre später offiziell gewürdigt.

Was viele nicht wissen: Bell war Gehörlosenlehrer. Er beschäftigte sich intensiv mit Sprache, Hören und Übertragung. Der Weg zum Telefon war also kein Zufall, sondern das Ergebnis einer langen Entwicklung.

Die ersten Apparate hatten allerdings wenig mit dem zu tun, was wir heute unter Telefonieren verstehen. Man konnte nicht gleichzeitig sprechen und hören, sondern musste abwechselnd reden und zuhören. Ein Gespräch war also eher ein geordnetes Hin und Her als ein lebendiger Dialog. Dazu kamen schlechte Tonqualität und begrenzte Reichweite. Trotzdem war klar: Diese Erfindung würde die Welt verändern.

Eines meiner mitgebrachten Stücke war ein frühes Drehtelefon aus den 1920er-Jahren. Schwer, robust und mit jener wunderbaren Wählscheibe, die heute fast niemand mehr aus eigener Erfahrung kennt. Man spürt bei solchen Apparaten sofort, dass Telefonieren einmal etwas sehr Bewusstes war. Nichts war schnell, nichts war nebenbei. Man nahm den Hörer in die Hand, wählte mit Ruhe, wartete auf die Verbindung – und dann sprach man.

Überhaupt war ein Telefonanschluss anfangs purer Luxus. 1881 startete in Berlin das erste Telefonnetz mit gerade einmal 48 Teilnehmern. Drei Monate später gab es bereits ein Telefonbuch mit 200 Anschlüssen. Trotzdem blieb das Telefon lange ein Privileg für Firmen, Hotels, Banken und wohlhabende Haushalte. Ein eigener Anschluss kostete damals mehr als eine Wohnung in Berlin.

Verbunden wurde anfangs nicht automatisch, sondern per Hand – durch die berühmten „Fräuleins vom Amt“. In Österreich übernahm ab 1895 die k.k. Post- und Telegraphenverwaltung die Kontrolle über das Telefonnetz, und 1903 wurde am Wiener Südbahnhof der erste Münzfernsprecher aufgestellt. Auch das muss man sich heute einmal vorstellen: Wer telefonieren wollte, stellte sich an.

Besonders schön finde ich jene Details, die heute fast vergessen sind. Etwa das Vierteltelefon, bei dem sich mehrere Haushalte eine Leitung teilten. Wenn es zuvor „tack, tack“ machte, wusste man: Jetzt telefoniert gerade jemand anderer. Privatsphäre war damals eher Wunsch als Standard.

Im Studio war auch ein Modell dabei, das vielen sofort ins Auge gestochen ist: ein Ericsson-Telefon, bei dem die Wählscheibe nicht dort sitzt, wo man sie erwarten würde, sondern im Stand appliziert ist. Genau so ein Telefon wurde auch durch einen James-Bond-Film bekannt – Roger Moore telefonierte damit. Und genau das macht den Reiz vieler alter Apparate aus: Sie sind nicht nur technische Geräte, sondern auch Designobjekte, Statussymbole und manchmal sogar ein kleines Stück Filmgeschichte.

Gerade solche Stücke faszinieren mich besonders. Denn wertvoll sind nicht immer die Geräte, die am häufigsten verkauft wurden oder perfekt funktioniert haben. Spannend sind oft jene Modelle, die auffallen, die formal etwas gewagt haben oder sich eben nicht im großen Stil durchgesetzt haben. Sie erzählen oft die interessanteren Geschichten.

Und dann natürlich der Sprung in die jüngere Vergangenheit: das Nokia 3210. Ein Gerät, das weltweit rund 160 Millionen Mal verkauft wurde und bis heute zu den erfolgreichsten Mobiltelefonen überhaupt zählt. Robust, einfach, zuverlässig – und für viele untrennbar mit den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren verbunden.

Heute wird es in Finnland bei Wettbewerben weitgeworfen – ein ziemlich nüchternes Ende für eines der erfolgreichsten Handys aller Zeiten.

Was danach kam, kennen wir alle. Mobiltelefone wurden kleiner, leistungsfähiger und schließlich zu Smartphones. Seitdem ist Telefonieren nur noch eine Funktion unter vielen. Wir fotografieren, schreiben, filmen, scrollen und organisieren unser ganzes Leben auf einem einzigen Gerät. Kommunikation ist heute jederzeit und überall möglich.

Und genau deshalb üben alte Telefone wieder so eine Faszination aus. Sie erinnern an eine Zeit, in der Kommunikation an einen Ort gebunden war, an einen Moment und an eine gewisse Verbindlichkeit. Kein Scrollen nebenbei, kein Dauerpiepsen, keine zehn offenen Chats. Sondern ein Gespräch.

Vintage-Telefone sind deshalb keine bloße Nostalgie. Sie sind gelebte Geschichte, greifbares Design und eine Erinnerung daran, wie sehr sich unser Umgang mit Zeit, Aufmerksamkeit und Nähe verändert hat.

Vielleicht berühren sie uns genau deshalb bis heute. Nicht, weil früher alles besser war. Sondern weil alte Apparate sichtbar machen, was Kommunikation einmal bedeutete.

 

Hier noch ein nostalgischer TV Vintage Telefonie Rückblick.

 

 

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Kleiderboys

Montag, 13.05.2024, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Stumme Diener

“Damals ist man auch noch aufwändig gereist und es gab auch so genannte Dienerinnen und Butler, die geholfen haben und dann kam der stumme Diener – wie hat das aber alles begonnen?”, so leitete Birgit meine Sendung ein.

Der “stumme Diener” stammt aus Mitte des 19. Jahrhunderts, der Mensch der gedient hat, der Herrendiener oder Butler, der einem gesagt hat wie die Krawatte sitzt oder dass die Manschettenknöpfe noch fehlen, wurden irgendwann eingespart und dann kam der “stumme Diener” der nicht widerspricht.

Ein sehr praktisches Möbelstück mit Geschichte…

Mitgebracht hatte ich formidable Stücke aus verschiedenen Design Epochen.

Der älteste Kleiderboy war aus Formrohr, circa um 1900, ich hatte zwei ähnliche Modelle mit aber in verschiedenen Farben. Besonders berührt hat mich die Oberflächenbeschaffenheit, nämlich der Schleiflack, der aufgetragen wurde, als wäre es Holz – also wie eine Art Holzimitat rüberkommt.

Ich spreche ja oft von den Endpreisen, nicht Flohmarktpreisen oder was es im Netz kosten könnte – bei diesem Modell wären wir im ausgesuchten Handel bei 600 Euro.

Thonet, das zweitälteste Modell, um 1920, hatte ich in der Sendung in gebeizter Nuss und in Buche mit  – dabei noch die schönen alten Etiketten!

Das dritte Modell, wieder Thonet, perfekt und praktisch für das Badezimmer für Handtücher.

Kleiderboys werden einfach wieder hip und es hat mit Nachhaltigkeit zu tun. In den 1950er Jahren hat man sich keine Gedanken gemacht – es wurde dauernd gewaschen und das mit viel Waschmittel, was natürlich aus heutiger Perspektive umwelttechnisch ein Wahnsinn war.

Früher hat man oft wie ein Aschenbecher gerochen, nach einem Lokalbesuch und da ist der Kleiderboy natürlich praktisch zum Auslüften – Wolle beispielsweise gibt nach wenigen Stunden schon den Geruch ab.

Oder nach einer Ballnacht hänge ich mein Outfit und lüftet es aus und ich kann es nochmal anziehen, ohne es putzen lassen zu müssen.

Stumme Diener werden jetzt auch in Hotels angeboten, was mich sehr erfreut – was nicht nur nachhaltig ist, sondern noch dazu ein sehr ein elegantes Möbelstück ist.

Aus der Design Epoche „Bauhaus“ hatte ich ein Stahlrohrobjekt mit, auch von Thonet von Mitte der 1930er, inspiriert von Marcel Breuer und Le Corbusier.

“Ist das leistbar, klingt teuer in meinen Ohren?”, fragte mich Birgit an dieser Stelle. Es kommt immer auf den Zustand an, in diesem Fall liegt die Wertigkeit zwischen 700 bis 900 Euro.

Die letzten Modelle waren aus den 1970er Jahren,  leider konnte ich keine orangenen oder knallroten Stücke auftreiben aber in cremefarben – wie aus einem James Bond Film mit Roger Moore, formal erinnert an den Produktdesigner Raymond Loewy, später an Philippe Starck oder Luigi Colani. Das sind Sammlerstücke, vor allem, wenn man schon so eingerichtet ist ein Highlight. Wertigkeit ein paar hundert Euro, in orange noch mehr.

Ich habe selber drei stumme Diener bei mir zuhause – zwei in der Garderobe für meine Frau und mich und einen im Schlafzimmer, für den Schlafrock schnell mal zum “Drüberwerfen” – ein Augenschmaus.

Die Stücke stammten größtenteils aus meiner privaten Sammlung.

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Ungeliebte Weihnachtsgeschenke

Montag, 08.01.2023, ab 17:30 Uhr, Studio2//ORF

Thema diesmal: Weihnachtsgeschenke reloaded

“Weihnachten ist, wie wir wissen, die Zeit des Schenkens und der Januar ist dann immer eine Zeit des Umtausches, da muss man ganz ehrlich sein!” meinte Verena mit einem Augenzwinkern. 

“Christof, Du hast einige Unikate mitgebracht, die eigentlich Freude bereiten sollten, aber es kam dann anders”. 

Schon letztes Jahr haben wir im Januar 2023 aufgezeigt, wie unpassend Weihnachtsgeschenke manchmal ausfallen können. Da jener Sendungsbeitrag so gut angekommen ist, dachte ich mir, ich frage mal wieder im Familien- und Freundeskreis welche Highlights, aber auch welche Enttäuschungen es im Sinne von Geschenken dieses Jahr gab. 

Geschenkt wurde immer schon, schon historisch gesehen, wenn man an das trojanische Pferd denkt, dass die Griechen ja den Trojanern geschenkt haben. Metaphorisch versteht man heute unter einem „trojanischen Pferd“ ein harmlos aussehendes Objekt, das ein Angreifer zur Tarnung verwendet, um in einen sicheren, geschützten Bereich eingelassen zu werden.

Oder man denke nur an “Asterix & Obelix”, als Cäsar das gallische Dorf verschenkt. Das Comicbuch “Das Geschenk Cäsars” aus 1974 von Goscinny und Uderzo handelt davon, wie Cäsar Soldaten beschenkt , die zwanzig Jahre in der Armee gedient haben, mit Ländereien. Darunter ist ein Soldat namens Keinentschlus, ein Trinker, der im Alkoholdelirium Cäsar beleidigt hat. Cäsar schenkt ihm zur Strafe das gallische Dorf. Keinentschlus kann kurz darauf in einer Gastwirtschaft die Rechnung nicht begleichen und schenkt die Plakette mit dem Siegel Cäsars, das ihn als Besitzer des gallischen Dorfes ausweist, dem Wirt Orthopädix. Dass römische Legionäre am Ende ihrer Dienstzeit Ländereien bekamen, ist wahr. Wie im Comic hing die Großzügigkeit dieser honesta missio (ehrenvoller Abschied) davon ab, wie sich die Soldaten ihren Vorgesetzten gegenüber verhielten.

Das erste vorgestellte Objekt war ein sehr abgenutzter Gartenzwerg aus dem 19. Jahrhundert. Es wurde missverstanden, was die Person haben wollte – was am Christkindl-Zettel stand. Die Dame ist ein absoluter Fan des französischen Films “Die wunderbare Welt der Amélie”. In dem Film wird Amelies Vater, den sie gelegentlich per Bahn besucht, immer abwesender und hört ihr kaum noch zu. Auf das Mausoleum seiner verstorbenen Frau setzt er einen großen Gartenzwerg, den seine Frau nie ausstehen konnte.Kurz darauf entwendet Amélie heimlich den Gartenzwerg und übergibt ihn einer Freundin, die als Stewardess arbeitet. Fortan erhält Amélies Vater aus allen Teilen der Welt Fotos seines Gartenzwergs auf Reisen. Leider hat die Beschenkte aber keinen Garten, auch wenn der Gedanke wirklich wunderbar war, so wie Amelies Welt. Der Wert läge bei einem vierstelligen Betrag, wäre der Gartenzwerg in einem besseren Zustand, hier wurden dafür eher um die 300 Euro circa berappt und auch ein Sammler wäre bereit diesen Preis zu bezahlen, aber einer der mindestens einen Schrebergarten hat.

Weiter ging es im Takt mit den ungeliebten Weihnachtsgeschenken. Gewünscht war ein Fox Terrier, geschenkt wurde eine 300-400 Euro Murano Foxl Figur,mit dem man natürlich nicht Gassi gehen muss. Dieser behält auch seinen Wert, solange er nicht runterfällt. Hegen und pflegen muss man ihn doch fast wie einen echten Hund.

Die Kaffeemühle aus den 1920er Jahren, die keinen Strom verbraucht und einem Klimaaktivisten geschenkt wurde, der seinen Kaffee aber trotzdem gerne fein gemahlen trinkt und in der Macchinetta zubereitet, war das nächste Objekt.

Der Wecker, mit dem Konterfei der Mutter am Display, der einem Bummelstudenten geschenkt wurde, kam leider auch nicht gut an. Zum Vergleich hatte ich das Original mit, den legendären 1970er Wecker ohne Foto der Mutter als Schreckenselement. Beim ersten Einsatz wurde er schon gleich an die Wand geworfen, alle Schrauben sind nun locker – das Geschenk wohl nicht mehr funktional.

Weiters wurde ein Smartphone gewünscht, wie man das bei den Jugendlichen ja kennt, geschenkt wurde von den Eltern allerdings das legendäre Eriksson (in beige, auch aus den 1970er Jahren wie das vorhergehende misslungene Geschenk), welches auch einen Auftritt in einem James Bond Film hatte.  Ich selbst hatte eines in Ferrari Rot, nur in dieser Farbe liegt es bei einer Wertigkeit um die 200 Euro.

Einem Ex-alkoholiker wurde eine ein Modell-Bar unter dem Baum gereicht – der Clou: ohne Gläser und das doppelt lustige daran ist, dass wenn die Flaschen angehoben werden, fängt eine Spieluhr an zu spielen, somit kann der Beschenkte nicht unbeobachtet wieder trinken. Pure Versuchung, der widerstanden werden muss.

Der Charles & Ray Eames Loungechair war gewünscht, bekommen hat sie dann leider nur das Modell.

Das letzte Objekt war ein Wurschtelprater Kraftmess-Apparat – ein absolutes Vintage-Highlight (Wertigkeit im vierstelligen Bereich), auch wenn in Wirklichkeit ein Hometrainer DAS Traumgeschenk gewesen wäre.  Verena und ich haben es natürlich gleich ausprobiert, aber leider nur den Säufer-Status geschafft.

Die Geschichten zu diesen Fiaskos sind noch besser als die Geschenke selbst… 

 

Vielen Dank an die Leihgeber:innen (die gerne anonym bleiben wollen).

 

 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Form Follows FUNction

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Form Follows FUNction

Montag, 03.05.2021, ab 17:30, 

Studio2//ORF

Thema diesmal: Form Follows FUNction (die Form folgt dem Dekorationsaspekt)

Form Follows Function – die Form folgt der Funktion, ein von Architekt:innen und Industiedesigner:innen angestrebtes Ziel. Adolf Loos, das deutsche Bauhaus mit Mies van der Rohe und auch Wilhelm Wagenfeld waren Anhänger der form follows function Philosophie, wenn auch mit teils divergierenden Auslegungen. 

Was geschieht wenn das Ganze umgedreht und durch Ornamentik die Funktion überlagert wird – Ja, dann rücken die Sammler:innen auf den Plan und überbieten sich mit Skurrilitäten und dem Wunsch, dass das Gegenüber gar nicht draufkommt, was das Objekt der Begierde für eine Funktion hat.

Der “rote Plastikkaktus”, wie er liebevoll von Moderator Martin genannt wurde – also der Design Kleiderständer von Guido Drocco & Franco Mello für Gufram bewegt sich im hohen vier- bis fünfstelligen Bereich (circa 8000 – 10.000 Euro), wenn er aus der ersten Serie stammt. Das Dekorative überlappt die Funktion. Nicht mal James Bond wäre es gelungen hierauf seinen Hut treffsicher zu platzieren.

Der amerikanische Bildhauer Greenough hat schon 1852 im Zusammenhang mit den organischen Prinzipien der Architektur von form follows function gesprochen.

Martin und ich haben heute “Das Ding der Woche” (Oliver Baier) nachgespielt – es gab spannende Vermutungen (Ist das eine Urinflasche? Nein, ein patentiertes Befeuchtungsgerät aus Milchglas – dirty pun intended – Erklärung siehe gleich nachstehend), …ich habe natürlich alle Rätsel aufgelöst.

Ein kurzer Einblick in das Kuriositätenkabinett, das ich in der Sendung vorgestellt hatte: Dachrinnenabschlüsse in Drachenform, erinnert an die Wasserspeierauslässe der Notre Dame, dieser war aus der Spätbiedermeierzeit um 1870/80; ein Schnurspender, der richtig herrlich verziert wurde und stammte aus der Zeit, in welcher der Eiffelturm gebaut wurde; das Fußstück einer freistehenden Badewanne in Engelsform,;eine Bischofsgürtelschnale; ein Wandwasserverdunster oder Befeuchtungsgerät vorm Kachelofen, heute vor der Zentralheizung (von Martin als Urinflasche bezeichnet) – gesetzlich geschützt, ergo patentiert und aus Milchglas gemacht; ein Gewicht, das aussieht wie eine Quaste und einen Theatervorhang zusammenhalten kann durch sein Gewicht – und zu guter Letzt ein Billardkugelauswurf – Kugel fällt ins Loch, Gesicht klappt nach unten, und fängt die Kugel spielerisch wie eine Hand auf.